Was sagt die Literatur zu Frauen, die Mörder lieben?

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Liebe Forscher:in

Ich suche literarische Texte, in denen hybristophile Beziehungen dargestellt werden. Ich schreibe für meine Maturaarbeit eine Literaturanalyse über Hybristophilie und es ist unglaublich schwierig, Informationen darüber zu finden. Bis jetzt habe ich nur einen Wikipediaartikel und viele Zeitungsberichte ohne Quellen gefunden. Für meine Arbeit brauche ich jedoch etwas konkretere Informationen über hybristophile Beziehungen und auch Literaturbeispiele, die ich auf die Eigenschaften analysieren könnte. Gerade für letztere fehlen mir jedoch die Anhaltspunkte. Ich freue mich sehr, wenn Sie mir etwas weiterhelfen können.

Geschätzte Maturandin

Natürlich gibt es im Bereich der «Whodunnit»-Literatur immer wieder Frauen, die dem Täter verfallen sind. Oder es gibt Gangsterpaare wie etwa im Film «Riso Amaro» von 1949, in dem gleich zwei Paare eine solche Beziehung zelebrieren. Der flamboyant Gutaussehende zieht das Herz einer Frau auf sich. Aber eigentlich hat die fiktionale Darstellung dieser Konstellation immer ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Dass eine Frau einen Mörder lieben soll, wirkt im fiktionalen Raum seltsam, schief oder irgendwie schmierig. Eine hybristophile Beziehung (grausiges Wort!) funktioniert im Nonfiktionalen, d.h. in der Reportage.

Zusammengefasst: Das Phänomen findet eher in der Realität statt und wird in dokumentarischen Gattungen, aber praktisch nie in reiner fiktionaler Literatur abgebildet. Eine zeithistorische, kriminalpsychologische Studie dürfte erfolgversprechender als sein.

Mit herzlichen Grüssen, Hildegard Keller

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