Was hat man für Bilder im Kopf, welche Träume und Einbildungen, wenn man an einer psychischen Schlafkrankheit leidet. Ich denke da an „pavor nocturnus“, Schlafparalyse oder andere Dämonen.
Liebe Lynn Greil
Bei Pavor Nocturnus gibt es keine typischen Bilderkonstellationen im Kopf. Pavor Nocturnus bzw. «Nachtschreck» zeichnet sich gerade dadurch aus, dass es plötzlich zu unbegründeten körperlichen Angstzuständen kommt. Albträume sind etwas anderes. Bei der Schlafparalyse gibt es andere Wahrnehmungen, meist unpersönliche: Muster und Strukturen, Leuchterlebnisse und Ähnliches.
Das Allerhäufigste sind natürlich lebhafte Träume bis hin zu Albträumen, die nachts passieren. Die gehen aber nicht mit den beiden eben genannten Zuständen zusammen. Wissenschaftlich kann man lebhafte und Albträume nicht genau voneinander trennen. Meist treten neben Elemente, die aus dem bisherigen Leben oder den letzten Tagen kommen, verzerrte, verrückte und massiv angstmachende Inhalte.
In der Kindheit und frühen Jugend muss das kein Hinweis auf reale schreckliche Erlebnisse sein – die Fantasie ist einfach sehr stark. Im Erwachsenenalter sind Träume mit hohem Alb-Anteil schon ein Hinweis auf Schreckliches, das man erlebt oder mit dem man sich intensiv beschäftigt hat. Solche Träume können ein Hinweis auf eine posttraumatische Belastungsstörung sein.
Soweit meine Antwort. Schöne Grüsse
Andreas Maercker
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